Es war das Jahr 1970. Ich wurde vom Papst Paul VI. zum Bischof ernannt und als Apostolischer Administrator nach Białystok geschickt. Zum ersten Mal habe ich an der Konferenz des Polnischen Episkopates teilgenommen. Ich habe ein Zimmer dort bekommen, wo sich heute die Apostolische Nuntiatur befindet. Auch Kardinal Kominek hatte dort sein Apartment, deshalb trafen wir uns während der Mahlzeiten, nicht nur im Konferenzsaal, wo er unter den Würdenträgern saß, während wir, die Jungen […] ganz am Ende saßen.

In den Gesprächen fragte er danach aus, wo ich geboren wurde, wo ich die Ausbildung bekam. Bei all dem war er sehr väterlich, er hatte eine sehr herzliche und sympathische Betrachtungsweise. Man musste angesichts dieses kirchlichen Würdenträgers keineswegs verlegen sein. Ich sprach so offen, als ob das ein sehr alter Bekannter gewesen wäre, von dem ich viel gewußt hätte. Nachdem die Konferenz des Episkopates beendet worden war, mußte ich nach Białystok fahren, um die Diözese kanonisch zu übernehmen.

Ich bat die Ordensschwestern, dass sie ein Taxi bestellen, weil ich zum Wilna-Bahnhof mußte. Aber es gab kein Taxi. Es war Januar – Frost, Schnee.. Und dann kam Kardinal Kominek mir zur Hilfe, der sagte: „Herr Pfarrer, wir fahren Sie zum Bahnhof, wenn wir nach Wrocław fahren werden.” Und so haben sie mich dort abgesetzt.