Kardinal Kominek war ein gewöhnlicher Priester, kein „Kirchenfürst“, als solcher hat er sich nie verstanden. Ein Priester, der den Kontakt zu Menschen suchte, der auch die nationalen Konflikte von Nachbarn, wie es die Polen und die Deutschen sind, überbrücken wollte  und sich selbst eben auch als „Brücke” verstand und da er so nahe der deutsch-polnischen Grenze wirkte, war ein ständiger Motor seines Verhaltens und auch seines Denkens.